Surfen grüne Welle

Das hinaus paddeln beginnt mit dem überwinden des Shorebreaks.

Da gerade die ersten Meter wichtig sind, um nicht sofort wieder von den heranrollenden Wellen auf den Strand geschmissen zu werden, hier der Ablauf: Beobachte die Wellen und versuche einen Moment mit kleineren Wellen abzupassen.

Falls es schwer fällt zu erkennen wann die Wellen kleiner werden, hier ein Tipp: Nachdem mehrere  große Wellen auf den Strand gebrochen sind, muss es auch wieder ruhiger werden. Also rein ins Wasser nachdem ein größeres Set durchgerollt ist.

Jetzt läufst du mit dem Board weiter, bis du Bauch – Brusttief im Wasser bist. Hebe dabei das Board über die Wellen und stemme dich mit deinem Gewicht gegen das durchlaufende Weißwasser. Warte dort wieder und hebe das Board über die Wellen bis du siehst, dass vor dir keine Wellen mehr brechen. Lege dich sofort in eine gute Gleitlage und paddel zügig in den Line up.

Variante für fortgeschrittene Surfer:

Laufe vom Strand auf die Wellen zu und versuche mit dem Board über die letzte Welle zu springen, dabei sofort in eine sehr gute, flache Gleitlage legen und lospaddeln. Wählst du den richtigen Zeitpunkt, hilft dir das abfließende Wasser in Ufernähe die ersten 20 Meter wie von Geisterhand gezogen den Shorebreak zu überwinden. Jetzt solltest du hinter dem Shorebreak sein.

Für beide Varianten gilt: Schaffst du es nicht, wieder zurück an den Strand/ knietiefen Wasser die Wellen beobachten, einen guten Moment wählen und einen neuen Versuch starten.

Paddeln in den Line up

Du hast es über den Shorebreak in den Channel geschafft. Wichtig beim paddeln in den Line up ist erstmal eine sehr gute Gleitlage. Lege dich soweit nach vorne aufs Board, das die Nose gerade nicht eintaucht.

Bei kappeligen (choppy) Bedingungen ragt die Nose jetzt 3 – 10 cm aus dem Wasser. Bei spiegelglatter Wasseroberfläche ( glassy) ragt die Nose nur noch 1 – 5 cm aus dem Wasser.

Bei der Paddel- und Kraultechnik achte darauf, recht weit nach vorne zu greifen und nach dem eintauchen den Arm anzuwinkeln. Der Kraulzug ist von der Mitte nach hinten am stärksten.

Du liegst leicht im Hohlkreuz, die Knie liegen eng zusammen auf dem Board. Du hälst das Board mit Körperspannung ruhig auf dem Wasser . Jeder Wackler um die Längs- und Querachse kostet Geschwindigkeit und Kraft!

Falls eine Welle vor dir bricht, paddel schneller um noch über die Welle zu kommen und nicht von der Welle gewaschen zu werden, bzw. durch eine Eskimorolle wertvolle Zeit und Kraft zu verschwenden. Lass dir Kraft für Zwischenspurts!

Hast du es hinter die Wellen ins Line up geschafft, setze dich schräg zu den Wellen aufs Board.

Dies ist der beste Kompromiss um die Wellen im Auge zu behalten, und auch schnell in Fahrtrichtung zu drehen, wenn die Welle kommt. Ist lange Zeit keine Welle zu sehen, kannst du natürlich das Board nach draußen drehen und die Wellen gemütlich beobachten.

Das Board dreht schnell und einfach, wenn du dich so weit nach hinten setzt, dass die Nose weit rausschaut. Eine Hand hält eine Kante,mit der andere Hand und die Füße drehst du das Board mit Schwimmbewegungen.

Tauchtechniken

Wenn auf dem Weg nach draußen in den Line up Wellen vor dir brechen, gibt es folgende Tauchtechniken, um möglichst wenig Höhe zu verlieren und dir schnelles weiterpaddeln zu ermöglichen.

Nach diesem Prinzip wählst du auch die jeweilige Tauchtechnik, angepasst an die Höhe der Welle aus:

1. vorrangig ist erstmal ein geringer Verlust an Höhe

2. die Tauchtechnik sollte so gewählt werden das ihr schnell weiterpaddeln könnt.

Bei kleinen Wellen bis ca. 50 cm kannst du dich einfach, 1 m bevor die Welle dich erreicht, in den Liegestütz drücken und die Weißwasserwelle zwischen dir und dem Board durchlaufen lassen.

Sind die Wellen so hoch, das sie dir ins Gesicht schlagen würden, mache eine Eskimorolle.

Dazu richtest du das Board im 90% Winkel zur Welle aus. Ein Meter bevor die Welle dich erreicht, drehst du dich mit dem Board um 180° upside down. Die Hände halten in Brusthöhe das Board an den Rails fest. Körperspannung damit euch während des folgenden Waschgangs nicht das eigene Board auf den Kopf haut. Ist nicht schlimm, muß aber nicht sein. Das Prinzip dabei: Euer Körper ist wie ein Anker im „grünen“ Wasser und verhindert das ihr vom Weißwasser zurückgespült werdet.

Eine sehr kraftsparende Methode Weißwasserwellen durchlaufen zu lassen:

Dreh das Board mit der Nose zum Strand. Setze dich etwas weiter hinten aufs Board und halte jetzt penibel den 90° Winkel Board/ Welle. Umso näher die Welle kommt, umso mehr lehnst du dich zurück und zieht mit einer Hand das Board am Rail nach hinten. Bei größeren Wellen lehnst du dich so weit nach hinten das das Board kurz vor der Welle senkrecht nach oben zeigt. Die Welle erreicht dich, es gibt einen leichten Schlag der Welle in den Rücken, der dich wieder leicht nach vorne wippt. Im nächsten Moment sitzt du schon wieder hinter der durchgelaufenen Welle auf dem Board.

Der Duck Dive, ist erst auf Shortboards möglich. Der grobe Ablauf: Ihr paddelt auf eine brechende/ schon gebrochene Welle zu. Ein paar Meter vor der Welle beschleunigt beim paddeln noch einmal. 1 – 2 m vor der gebrochenen Welle greift das Board auf Brusthöhe an den Rails, drückt euch dynamisch in den Liegestütz um die Nose schräg nach vorne unter Wasser zu drücken, besser gesagt zu „stechen“. Das Board zeigt jetzt 45% nach unten. An der tiefsten Stelle jetzt mit einem Fuß das Tail herunterdrücken um nicht noch an den Beinen vom Weißwasser mitgezogen zu werden.

Surfen Grüne Welle: ANPADDELN + TAKE OFF

Das anpaddeln und der Take off beim surfen der grünen Welle sind anspruchsvoll:

Ziel ist es nun, beim anpaddeln das Board möglichst auf die Geschwindigkeit der Welle zu beschleunigen. Auch das Auge für die Welle und ein kontrollierter, schneller vertikaler Take off werden nun vom Surfer verlangt. 

Einsteiger sollten grüne Wellen so flach wie möglich und nur so steil wie nötig auswählen. Umso flacher du die Grüne Welle angleitest umso einfacher wird der Take off und umso mehr Zeit hast du das Board vertikal auszurichten um die Welle zur Seite surfen zu können. Um die ersten Wellen so flach wie möglich anpaddeln zu können ist eine gute Gleitlage wichtig. Die Nose schaut jetzt 1 – 10 cm aus dem Wasser. Spiele mit der Gleitlage zu Beginn etwas, um deinen perfekten Spot auf dem Board zu finden. Sehr hilfreich ist es sich auf dem Board z.B. am Logo zu orientieren wo man mit den Augen/ Nase genau liegt, um nicht bei jedem Versuch die Gleitlage neu auszurichten.

Dein Ziel ist es nun aus einer sehr guten Gleitlage in Kombination mit einer kraftvollen Paddeltechnik 100% der Paddelgeschwindigkeit erreicht zu haben kurz bevor du den Take off einleiten wirst.

Beginne 3 -7m bevor die Welle dich erreicht mit dem Paddeln. Drehe dich dabei ab und zu um, damit du die Welle im Auge behälst und verfolge wie sie steiler wird. Die Wellen sollten bei den ersten Versuchen so flach wie möglich und nur so steil wie nötig sein.

Sobald du spürst das dein Tail von der Welle angehoben wird, paddel die letzten Züge so schnell wie möglich. Versuche dabei das Board plan auf dem Wasser zu halten um das Board so schneller ins Gleiten zu bringen.

Noch 1 Paddelzug und du spürst die einsetzende Beschleunigung. Einen optischer Hinweis dieser Beschleunigung ist das einsetzende Spritzen des Wassers an den vorderen Kanten ( Rails).

Genau dieses Beschleunigen des Boards ist das Zeichen für das Einleiten der Take off Bewegung. Warte jetzt nicht bis das Board ins Wellental rutscht. Leite den Take off mit der ersten Beschleunigung oben in der Welle ein.

Während das Take offs kontrolliere weiter die Gleitlage des Boards. Mehr Druck auf die Hände durch eine stärkere Vorlage bei der Take off Bewegung = beschleunigen. Falls du siehst das die Nose eintauchen würde, wähle die Körpervorlage nicht ganz so stark.

Drücke dich nun explosiv aus den Armen ab und ziehe so schnell es geht die Beine unter den Körper um den vorderen Fuß zwischen den Händen zu plazieren. Gleichzeitig kannst du, in diesem Beispiel hier, beim Hochdrücken die linke Hand stärker belasten um das Board sofort an die Welle anzulehnen. Dies verhindert das eintauchen der Nose und leitet so das surfen entlang der grünen Welle ein.

Surfe nun eine Kurve weg vom brechenden Teil der Welle. Der Oberkörper neigt sich in die Kurve und der Blick zeigt in Fahrtrichtung. So belastest du die Fußspitzen auf dem linken Rail um nach links zu surfen ( immer vom Surfer aus gesehen). Der Oberkörper bleibt weiterhin über dem vorderen Knie um die Gleitlage über den vorderen Fuß zu kontrollieren. Versuche weiterhin dicht an der Welle, dort wo diese dich weiter auf Geschwindigkeit hält, zu surfen.

Take off + surfen grüne Welle

Schaffst du es nicht, annähernd die Geschwindigkeit der Welle durchs anpaddeln aufzubauen, wird das Board auf der Welle mit der Nose weit aus dem Wasser zeigen.

Diese schlechte Gleitlage gilt es jetzt auszugleichen. Ansonsten würde die Welle einfach unter dir durchlaufen. Zuerst senkst du deinen Oberkörper im letzten Teil des Anpaddelns um das Board  weiter vorne zu belasten. So wird die Nose schon mal etwas weiter nach unten gedrückt.,

Der anschließende Take off, genau genommen der Liegestütz, ist jetzt nicht nur dazu da um auf die Füße zu kommen, sondern auch um die Gleitlage während des Take offs zu kontrollieren. So leitest du die Gleitphase früher ein und der Take off wird einfacher.

Durch diesen Liegestütz drückst du jetzt nicht nur den Körper hoch, sondern auch das Board/ Nose herunter.

Mit dieser Technik schlägst du jetzt 2 Fliegen mit einer Klappe:

1. du leitest aktiv durch den Take off die Gleitphase des Boards ein. So bestimmst du wann das Board beschleunigt. Vielleicht kennst du das Gefühl, eine Welle anzupaddeln und dann plötzlich zu beschleunigen, ohne eine Chance zu sehen den Take off rechtzeitig einzuleiten. Jetzt leitest du aktiv die Beschleunigung mit ein.

2. so bekommst  du die Welle etwas flacher, wie wenn du nur durchs paddeln das Board ins Gleiten bringst. Nachdem du den Take off eingeleitet hast achte daurauf, das das Board weiterhin weit vorne durch den vorderen Fuß belastet wird.

Das heißt, der Druck der vorher durch die Take off Bewegung von den Händen aufgebaut wurde, muß sofort duch die Belastung des vorderen Fußes erstetzt werden.

Dazu bleibt dein Körperschwerpunkt tief und der Oberkörper neigt sich über das vordere Knie um jetzt die Geschwindigkeit zu kontrollieren.

Die Nose zeigt weit aus dem Wasser, die Gleitlage des Boards auf der Welle ist schlecht. Versuche das Board durch neigen des Oberkörpers weiter vorne zu belasten um zu Beschleunigen.

Mit dem Take off wird das Board wieder in eine gute Gleitlage „gedrückt“. Dadurch bestimmst du den Zeitpunkt wann das Board beschleunigt und kannst denTake off oben auf der Welle einleiten.

Vertikales Surfen auf der grünen Welle

Die Bewegungsabläufe können beim surfen wie schon erwähnt, in folgende 3 Phasen aufgeteilt werden:

1. Paddeln/ anpaddeln der Welle

2. Take off

3. Surfen ( im Surfstance stehen und surfen)

In jeder Phase können wir das Board lenken um das Board optimal an die Welle zu lehnen um das surfen in der grünen Welle leichter zu lernen.

1. Paddeln: Während des anpaddelns können wir das Board drehen indem wir auf einer Seite stärker Paddeln solange das Board noch nicht im Gleiten ist, oder wir können das durch Gewichtsverlagerung drehen wenn das Board ins Gleiten kommt ( stärker links, bzw. rechts belasten und dabei weiterpaddeln).

2. Take off: Während des Take offs können wir das Board drehen indem wir beim Liegestütz das Board stärker mit der linken bzw. rechten Hand belasten.

3. Surfen: Wir drehen das Board durch Fußsteuerung, das heißt wir drehen den Körper in Fahrtrichtung und belastet mit den Fußspitzen bzw. Hacken das Board.

Jede Welle ist anders. Daher sollten wir die Fähigkeit haben das Board in allen 3 Phasen an die Welle anzupassen

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